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Die feine englische Art

Palace of Westminster – ein Wahrzeichen wird (erst) 150

Palace of Westminster – ein Wahrzeichen wird (erst) 150

Was ist „typisch London“? Noch vor den roten Doppeldeckern und dem Riesenrad an der Themse fällt uns „Big Ben“ ein. Der Uhrturm heißt eigentlich „Elizabeth Tower“ („Big Ben“ ist die Glocke im Innern, aber das kümmert den Volksmund wenig) und gehört mit dem Palace of Westminster, den er krönt, zu den bekanntesten Gebäuden der Welt. Allerdings ist der gesamte Komplex deutlich jünger, als viele meinen und wird dieses Jahr „erst“ 150. Aus diesem Anlass und zum „World Architecture Day“, der am Montag gefeiert wird, schauen wir uns diesen Riesenbau aus dem 19. Jahrhundert mal näher an.

Ursprünglich stand hier ein Königspalast, der aber schon seit dem 14. Jahrhundert auch als Parlamentsgebäude genutzt wurde (denn England ist die Wiege der Demokratie!). Das alte Schloss war, das sehen wir auf Darstellungen, wuchtig und trutzig und ohne die Eleganz des heutigen Ensembles. Es war immer mal wieder umgebaut worden, blieb aber eine mittelalterliche Burg mit Zinnen und dicken Mauern – bis es am 16. Oktober 1834 abbrannte. Ein Ofen hatte sich überhitzt. Der gewaltige Brand, der bis Windsor Castle zu sehen war und Massen Schaulustiger anzog, ist auch von Künstlern festgehalten worden, darunter Turner und Constable.

Die Ruinen rauchten noch, da wurden schon Pläne für einen Neubau geschmiedet. Aus fast 100 Vorschlägen ging der des Architekten Charles Barry als Sieger hervor. Er sah ein neugotisches Gebäude vor, wie es damals erstens Mode war und wie es nach allgemeiner Auffassung der historischen Stätte entsprach. Der einzige stehen gebliebene Teil des alten Gebäudes, Westminster Hall aus dem 16. Jahrhundert, wurde integriert. Barry arbeitete mit dem erst 23 Jahre alten Kollegen und Neugotik-Experten Augustus Pugin zusammen – Pugin gilt als der Vater des Wahrzeichens „Big Ben“. Beide Architekten starben allerdings, bevor die neuen „Houses of Parliament“, wie der Gebäudekomplex auch heißt, fertig waren. Der helle Kalkstein aus Yorkshire, den die Architekten wählten, war übrigens nicht besonders haltbar und musste schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach und nach ausgetauscht werden. Seitdem ist Westminster eigentlich immer eine Baustelle geblieben.

Mit seiner reich gegliederten Fassade und der weitgehend symmetrischen Form, die sich ans Themseufer schmiegt, sowie den drei prominenten Türmen ist das Gebäude einzigartig und eins der beliebtesten Fotomotive schlechthin. Heute ist der „historisierende“ Stil zwar völlig out und man würde im Falle eines Falles ganz anders bauen. Westminster Palace steht jedoch für Tradition und Beständigkeit und wird hoffentlich noch viele Jahrhunderte – inklusive politischer Irrungen und Wirrungen, die in seinem Innern beschlossen werden – überleben.

P. S. Architekt Barry hat übrigens auch „Downton Abbey“ alias Highclere Castle entworfen. Und tatsächlich ähneln sich diese Gebäude!

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